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Steiermark bekommt eigene Pilotfabrik

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Das Infrastrukturministerium richtet eine eigene Pilotfabrik für Industrie 4.0 in der Steiermark ein. In dem Testlabor in Graz werden heimische Unternehmen in Zukunft digitalisierte Produktionstechnologien erproben, ohne den eigenen Betrieb zu stören.

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(V. l. n. r.) TU Graz-Rektor Harald Kainz, Infrastrukturminister Jörg Leichtfried und Kurt Hofstädter, Leiter der Division Digital Factory bei Siemens Österreich testen den Laserscanner. (Bild: TU Graz)

(V. l. n. r.) TU Graz-Rektor Harald Kainz, Infrastrukturminister Jörg Leichtfried...

Erforscht werden in der „smartfactory@tugraz“ neue Fertigungsmethoden, mit denen auch kleine Stückzahlen rentabel hergestellt werden können, etwa maßgeschneiderte Autos. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf die Datensicherheit und Verlässlichkeit von computergesteuerten Produktionssystemen gelegt. Federführend verantwortlich ist die Technische Universität Graz, die sich gemeinsam mit rund 20 heimischen Betrieben an dem Projekt beteiligt. Das Infrastrukturministerium investiert zwei Millionen Euro in den Standort Graz, etwa die gleiche Summe kommt von Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft.

„Die voranschreitende Digitalisierung ist die Antwort auf den weiter zunehmenden internationalen Wettbewerb. Mit neuen digitalen Verfahren können wir in der Produktion Effizienzsteigerungen erzielen, neue Dienstleistungen oder innovative Geschäftsmodelle entwickeln und damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Österreich halten. Deswegen bringen wir uns sehr aktiv in die Pilotfabrik ein: Wir wollen gemeinsam mit jungen Menschen intelligente Produktionsformen der Zukunft erforschen und Forschungsfelder für die Industrie entwickeln“, begrüßt Kurt Hofstädter, Leiter der Division Digital Factory bei Siemens Österreich die Einrichtung der Pilotfabrik.

Neben der bereits bestehenden Pilotfabrik in der Wiener Seestadt Aspern und der smartfactor@tugraz bekommt auch Linz eine Pilotfabrik, in der an neuen Verfahrenstechniken geforscht wird. Diese „Demofabriken“ sind realitätsnahe Modelle einer Fabrik und helfen, Neuentwicklungen schneller marktreif zu machen. Das ist deshalb so wichtig, weil sich
die Produktion gerade in einem tiefgreifenden Wandel befindet. In den Fabriken kommunizieren Menschen, Produkte, Maschinen und Werkstoffe in immer komplexeren computergesteuerten und per Internet vernetzten Systemen miteinander. Ein prominentes Schlagwort für diese Entwicklung ist „Industrie 4.0“, also die vierte industrielle Revolution nach Mechanisierung, Elektrifizierung und Automatisierung.

www.bmvit.gv.at

www.tugraz.at

www.siemens.at


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Redmer de Haan, Master Student in Maschinenbau an der Universität of Twente aus den Niederlanden, hat im Rahmen des Erasmus+ Programmes von November 2016 bis März 2017 bei der Linz Center of Mechatronics GmbH (LCM) als Praktikant gearbeitet. Das Ziel des Praktikums war es, einen Control Algorithmus eines aktiven Schwingungsdämpfer-Demonstrators zu optimieren. Im Interview erzählt Redmer über die Unterstützung, seine Arbeitsaufgaben und das Arbeitsklima während seines 4-monatigen Praktikums:
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